Autor: Heckenseppel
Datum: 04.04.2005 09:14
Es erstaunt sehr, einige Diskutanten hier so tief in der kolonialen Denkweise zu erleben, dass sie heute noch immer davon ausgehen, alles sei vor hundert Jahren ja eigentlich ganz gut gelaufen... .
Heute - spätestens nach dem Irak-Einmarsch in Kuwait - wissen wir, dass es so etwas wie ein Selbstbestimmungsrecht der Völker gibt. Seit der Gründung des Völkerbundes bzw. der Vereinten Nation gibt es das sogar als multilaterale Vereinbarung, der - neben dem Irak - auch die Bundesrepublik Deutschland unterliegt.
Ist es da zu weit gegriffen, aus heutiger Sicht zu sagen, dass das Deutsche Reich in Namibia bzw. bei den Hereros genauso wenig zu suchen hatte wie die Irakis in Kuwait?
Ist es heute zu weit gegriffen, dass nicht jede Person im Zuge der deutschen Geschichte (z. B. Hitler, Goebbels, aber auch Ulbricht oder Honecker) ein Denkmal gesetzt bekommen müssen?
An den Folgen der damaligen Kolonialpolitik verschlucken wir uns heute immer noch... . Und was hat uns der Kolonialismus - auch damals überhaupt gebracht?
Greetz
Der Heckenseppel
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