Autor: Johanna
Datum: 28.11.2004 17:11
1) Na, dann sind wohl auch die Menschen in Daressalam gehirngewaschen, weil die nach der englischen Herrschaft die 'Wissmannstraße' nicht wieder so benannt haben?
2) Gehirnwäsche ist die ganze Kolonialpropaganda gewesen.
Eine Handvoll Kaufmänner, Militärs, Abenteurer und Safariromantiker haben ein Verlustgeschäft von schätzungsweise insgesamt 50 Goldmilliarden verursacht - bezahlt hat der deutsche Steuerzahler. Dass es den Kolo-Lobbyisten, die keine Mehrheit in der Regierung und Öffentlichkeit besaßen, trotzdem gelungen ist, ihren Willen durchzusetzen, verdanken sie Methoden, die einer Gehirnwäsche gleichkommen. S. u.a. die bezeichnenden Reden des Hamburger Kaufmannes und Reichstagsabgeordneten Adolph Woermann im Reichstag.
Zum Beispiel:
Die Missionare hatten die Hamburger Schnapsexporteure immer wieder angemahnt, diese benutzten Branntwein als Mittel, die Afrikaner in Abhängigkeit von den Weißen zu bringen. "Die Besitzer dieses Feuerwassers benutzen das als Lockmittel, sie dazu zu bringen, für sie zu arbeiten, sich an sie zu verkaufen und in jeder Weise sich von ihnen ausbeuten zu lassen." (August Bebel im Reichstag 14. Mai 1889)
Zu diesem Thema Woermann:
"Ich bin an sich der Meinung, dass der Verkauf von Spirituosen nicht günstig auf die Neger wirkt... Wollen wir aber heute aus Philantropie für die Neger, aus reiner Liebe zu den Negern den Schnapshandel nach Afrika verbieten, so würden wir einen wichtigen Zweig des deutschen Exporthandels bedeutend schädigen, und wenn wir diese Frage in Erwägung ziehen, so ist doch zu berücksichtigen, sollen wir aus Philantropie für die Neger, die doch noch nicht so lange unsere deutschen Brüder sind, einen großen Geschäftszweig gänzlich unterbinden? Das würde ich für sehr verkehrt halten. ... Im übrigen glaube ich nicht, dass den Negern durch den Schnaps ein sehr großer Schaden zugefügt wird. Ich meine, dass es da, wo man Zivilisation schaffen will, hier und da eines scharfen Reizmittels bedarf, und dass scharfe Reizmittel der Zivilisation wenig schaden." (A. Woermann im Reichstag 4. Februar 1885)
in: Heiko Möhle: Branntwein, Bibeln und Bananen
Ach ja, in Hamburg gibt es einen 'Woermannstieg' und einen 'Woermannsweg'...
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