Autor: brainstorming-salat
Datum: 31.10.2004 13:47
@ sascha
ins gesinnungs-fettnäpfchen getreten, sascha ?
...sind nicht die vielen mitglieder in den schützenvereinen m.e. tatsächlich verdächtig als ver"Kapp*"te stand-by hinter- bzw. untergrundkämpfer ?
wurden nicht die meisten schützenvereine kurz nach der revolution von 1948/49 gegründet?
welche tradition und heutige funktion haben eigendlich alljährliche schützenvereinsaufmärsche z.b. in hamburg-harburg ? - um die diesjährige parade anzuführen, musste der hamburger finanzsenator peiner extra seinen urlaub unterbrechen...)
schauen wir doch mal im buch "das andere hamburg": freiheitliche betrebungen in d. hansestadt seit d. spätmittelalter / Jörg berlin (hersg.) - köln: pahl-rugenstein, 1981 nach:
s. 218
erste reaktionen auf den Kapp*-Putsch in harburg (um auf saschas verKAPPte zurückzukommen)
in harburg trat die nachricht vom putsch am sonnabend, dem 13. märz 1920, vormittags gegen zehn uhr ein. bei einem erfolg der aktion hatte die arbeiterschaft zu erwarten:
-zerstörung der demokratisch-republikanischen staatsform, errichtung einer militärdiktatur und militarisierung des gesamten öffentl. lebens,
-beeinträchtigung bzw. unterdrückung der presse- und redefreiheit sowie der partei- und gewerkschaftsarbeit,
-streikverbot
-politische verfolgungen,
-aufhebung des acht-stunden-tages,
widereinführung der akkordarbeit,
-umverteilung des sozialprodukts zugunsten der besitzenden,
höhere militärlasten,
-imperialistische politik und einen neuen krieg
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