Autor: Weihnachtsmann
Datum: 12.12.2004 09:50
ZENIT - Die Welt von Rom aus gesehen
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ZG04121002
Publikationsdatum: 2004-12-10
Der Weihnachtsbaum 2004 lädt zur Unterstützung Tansanias ein
ROM, 10. Dezember 2004 (ZENIT.org).- Nach langer Anfahrtszeit ist am vergangenen Donnerstag der Weihnachtsbaum im Vatikan angekommen, der dieses Jahr den Petersplatz schmücken und zugleich zur Solidarität mit der Vereinigten Republik Tansania in Ostafrika aufrufen will.
Der 110 Jahre alte Baum ist 32 Meter hoch und das gemeinsame Geschenk der nordöstlich von Trient gelegenen italienschen Provinzverwaltung und den zwölf Gemeinden des Rendena Tales an den Heiligen Vater.
Zusammen mit der italienischen Bischofskonferenz hat die Provinzverwaltung aus gegebenem Anlass eine Kampagne zur Finanzierung der Ausbildungsplätze für Ärzte gestartet. Sie sollen ihren Dienst in der tansanischen Hauptstadt Dodoma ausüben, heißt es in einer Presseaussendung. Des Weiteren will man mit den gesammelten Geldern Ärzte aus Norditalien für zwei Jahre zu Unterstützungsarbeiten nach Tansania schicken.
http://www.zenit.org/german/visualizza.phtml?sid=63347
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Ein Bargteheider Schulleiter in Afrika
Partnerschaft: Die Hilfe für die Schule in Tansania trägt Früchte.
Von Jens Peter Meier
Bargteheide - Es geht aufwärts mit der tansanischen Partnerschule des Bargteheider Kreisgymnasiums am Schulzentrum. Das berichtet Schulleiter Hans Ilmberger (55) nach einem Besuch in Ostafrika: "Die sechs Gebäude, mit deren Bau in diesem Sommer begonnen wurde, sind fast fertig." Jetzt sollen in Ngarenanyuki vier neue Klassenräume entstehen. Die dafür benötigten 6000 Euro hatte Ilmberger mitgebracht.
Das Geld war durch Spenden von Schülern, Eltern, Lehrern und Mitarbeitern des Gymnasiums zusammengekommen. Einen Großteil hatten Aktionen der Schüler erbracht, die sich an Sponsorenläufen und Arbeitseinsätzen am sozialen Tag beteiligten. Seit 1998 unterstützt das Kreisgymnasium die einer Realschule vergleichbaren Partnerschule Ngarenanyuki. Sie liegt in einem abgelegenen Landesteil zu Füßen des Kilimandscharo. Tansania gilt als eines der ärmsten Länder der Welt.
Inzwischen wurde in Bargteheide ein Förderverein gegründet. Er vermittelt auch Patenschaften für afrikanische Schüler, deren Eltern das Schulgeld nicht aufbringen können. "Ich habe einige von ihnen getroffen", berichtet Ilmberger, "sie sind unendlich dankbar." Sie seien nur zu bewußt, daß Bildung ihre einzige Chance ist.
Als nächstes Projekt wird der Bau einer Bücherei geplant. "Bisher gibt es dort nur wenige Schulbücher", so Ilmberger. Auch über Zuschüsse für die Lehrergehälter wird nachgedacht. "Damit könnten wir erreichen, daß die besten Lehrer an der Schule bleiben", sagt Ilmberger. Die bisherige Hilfe habe dazu beigetragen, daß sich die Schülerzahl verdreifacht hat.
2005 sind weitere Begegnungen geplant. Zwei Lehrer und drei Schüler aus Tansania wollen nach Bargteheide kommen. Finanziert wird das durch Mittel der Stiftung "Lebenslanges Lernen". Und umgekehrt planen fünf Schülerinnen und ein Pädagoge des Kreisgymnasiums einen Gegenbesuch im Sommer.
Einen Eindruck von Land und Leuten bietet ein Fotokalender, der im Schulsekretariat verkauft wird. Zu den Motiven gehören Massaihirten, Fischer aus Sansibar und ein majestätischer Löwe. Von den 20 Euro gehen 7 Euro an die Partnerschule. Weitere Infos unter www.kgbe.de auf der Homepage des Gymnasiums.
erschienen am 11. Dezember 2004 in Ahrensburg
http://www.abendblatt.de/daten/2004/12/11/375212.html
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