Autor: Kai Pöhlmann
Datum: 26.10.2004 13:10
Erschreckend ist für mich die Anzahl der polemischen Beiträge, deren Aussage weit über die eigentliche Fragestellung -Lassen wir das Ding stehen und wenn ja, wo, oder nicht?- hinausgehen und mit dsachlicher Auseinandersetzung nur noch wenig zu tun haben.
Wichtig ist sicherlich zu wissen, was hinter einem Denkmal steckt, warum es wann aufgestellt wurde und was es ZUM ZEITPUNKT DER AUFSTELLUNG aussagen soll. Die gesellschaftliche Interpretation des so gewürdigten Geschehnisses wechselt eh' von Jahrzehnt zu Jahrzehnt, daher kann man den entsprechenden Wissens- und Forschungsstand auf ergänzbaren Schautafeln vor einem Denkmal anbringen. Bitte keine Wertungen auf diesen Tafeln, ich kann alleine völlig selbständig denken, das muß mir auch keiner abnehmen.
Ob hier nun etwas verherrlicht wird, was man selber nicht gut findet, ist doch völlig nebensächlich: Einem T34-Panzer auf einem Sockel kann ich auch nicht viel abgewinnen, es gehört aber nun mal zur geschichtlichen Entwicklung einer Region dazu und Teile meiner Vorfahren (oder denen, die hier was zu sagen hatten...) fanden es offentsichtlich gut, ein Kriegsfahrzeug so zu präsentieren. Na und?
Überhaupt kein Verständnis kann ich Menschen entgegenbringen, die Denkmäler beschädigen, abbauen oder verfremdet sehen wollen, da dieses m.E. einer Verfälschung der Aussage des Denkmals gleichkommt, Geschichtliche Entwicklung an sich verfälscht und nachfolgenden Generationen die Möglichkeit nimmt, sich mit der Ursprungsaussage des Denkmals eigenständig auseinanderzusetzen. Ein Denkmal ist doch immer ein Produkt seiner Zeit und wird in 50 oder 100 Jahren immer anders bewertet werden! Oder gibt's Menschen, denen das nicht klar ist?
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