Autor: manfred dübelt
Datum: 09.11.2004 22:14
Ja richtig, es geht um genaue Inhalte und Botschaften. Jeder, der den zerstörten Turm der Berliner Gedächtniskirche betrachtet, denkt automatisch an die Katastrophe des 2. Weltkrieges. Warum? Weil hier eine Kriegsruine konserviert wurde. Sie wurde nicht aus unserem Leben verbannt, und nicht wieder in den vorherigen Zustand restauriert als wäre nichts geschehen.
Und trauern wir nicht gerade am heutigen Tag darum, dass die Mauer als Symbol größtenteils entfernt wurde?
Wie schon früher Schwerter zu Pflugscharen gemacht worden sind, so könnte man das Denk-mal zur Hälfte erhalten, als Zeichen für die Erinnerung an den Kolonialismus. Diesen kann man nicht ungeschehen machen.
Die andere Hälfte des Materials des Wißmann-Denkmals sollte man umgestalten, um aus der heutigen Form eine neue zu machen. Dieses ist eine große Herausforderung für Künstler, als Symbol für eine andere, eine neue Sichtweise des Verhältnisses deutscher/hamburger Bürger zu Afrikanern.
Wie diese neue denk-mal aussehen wird, muss noch von Menschen er-dacht werden.
Ich finde, dies wäre eine Chance.
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