Autor: tatsachen
Datum: 08.12.2004 20:45
ja, was meinen sie denn, woher die konflikte und probleme in afrika herkommen? schon was von postkolonialalen auswirkungen gehoert? schon mal darueber nachgedacht, wie das heutige afrika ohne die erfahrung des kolonialismus waere?
tatsache ist, dass alle, die kolonisiert haben, alte rechte, hierarchien und ordnungen, alte territorialgrenzen ignoriert haben. sie haben eine "neue ordnung" - naemlich die koloniale - gebracht. "divide et impera", "teile und herrsche" hieß die devise. das brachte die voelker afrikas noch lange nach der kolonialzeit dazu, sich zu bekriegen. ein beispiel fuer einen andauernden konflikt ist der immer wieder aufflackernde krieg zwischen hutu und tutsi. die belgische kolonialverwaltung hatte die traditionellen beziehungen zwischen den beiden voelkern durcheinander gebracht, in dem sie die tutsi bevorzugt hat. der neid wirkt fort bis heute.
es geht aber weiter: herrenmenschentum, rassismus, systematische ausbeutung der ressourcen eines landes im stil des industrialisierten kapitalismus (monokulturen, zwangsarbeit, export), militaerische unterstuetzung von privaten kaufmannsinteressen sind kolonialistische merkmale, die sich wohl unterscheiden von stammeskriegen.
und nicht zu vergessen: ausbeuterische handelsbeziehungen wirken bis heute fort.
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