Autor: Rüdiger Trost
Datum: 15.02.2005 21:12
An Uwe Niederdräing
Die 'anthropologischen Untersuchungen' führte Eugen Fischer an internierten Menschen durch, die im KZ und Arbeitslager auf den Haifischinseln elendig zugrunde gegangen waren. Die Gefangenen wurden zur Schwerstarbeit gezwungen, erhielten kaum Nahrung, die Frauen wurden vergewaltigt. Das Klima vor der namibischen Küste ist feucht und kalt, die Behausungen waren notdüfrtig aus alter Kleidung zusammengeschustert. Die Sterberate war folglich extrem hoch. An DIESEN Leichen versuchte Eugen Fischer, seine Rassentheorie zu begründen, die dann die Nazis übernommen haben.
Also: wo ist der große Unterschied zwischen einem Arbeitslager der NS-Zeit und den KZ auf den Haifischinseln? Welche perfide Vorstellung kann noch unterscheiden zwischen Menschenschädeln als Dekorations- und Vermessungsobjekt und Haut als Lampenschirm?
Wenn der menschliche Körper zur Ware wird, sind alle Grausamkeiten denkbar.
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