Autor: Josef M. Backerra
Datum: 04.02.2005 15:47
1. Die geschichtliche Einführung stellt nicht sachlich dar, sondern will negativ
beeinflussen. Damit wird keine offene Frage gestellt, was unzulässig ist.
2. Wenn man etwas in der Geschichte negativ bewertet, muß zuvor die Faktendarstellung aus dem Verständnis der Zeit geschehen und der Vergleich zu zeitgleichen anderen Geschehnissen der Art erfolgen. Erst dann kann jeder selbständig urteilen.
3. Faktum ist, daß Wissmann den Sklavenhandel ausgeschaltet hat, was aus damaliger und heutiger Sicht wohl zu begrüßen war/ist, auch wenn dabei
die Kolonialherrschaft gefestigt wurde.
4. Faktum ist ferner, daß sich die deutsche Schutztruppe aus weit überwiegend
einheimischen Askaris im 1. Weltkrieg bis zum Ende gegen eine mindest zehnfache
feindliche Übermacht gehalten hat. Die Einheimischen müssen also schon
vorher gut behandelt worden sein, sonst wären sie bei der schlechten Lage
geflohen, was die wenigen deutschen Offiziere und Unteroffiziere nicht hätten verhindern können.
5. Faktum ist darüber hinaus, daß der spätere britische Gouverneur von Deutsch-Ostafrika berichtete, die Deutschen hätten "auf dem Gebiet des Schulwesens wahre Wunder" bewirkt, ein weiteres starkes Indiz dafür, daß die Einheimischen absolut oder zumindest im Vergleich zu anderen Kolonien menschenwürdig behandelt und gefördert wurden.
Summa summarum: Wissmann hat den Grundstein zu einer menschenwürdigen, für die damalige Zeit beispielhaft guten Herrschaft in Deutsch-Ostafrika gelegt.
Sein Denkmal soll daher stehen bleiben.
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