Autor: Exellenz Dr. Theodor Seitz
Datum: 15.10.2004 03:25
Hat Dr. Theodor Seitz ein Denkmal verdient ?
Spitzenfunktionär der deutschen Kolonialbewegung,
der letzte Gouverneur von Deutschsüdwestafrika
...über das Eingeborenenschulwesen gelang ihm eine Verständigung mit Missionsgesellschaften beider Konfessionen, denen neben vier Regierungsschulen die Erziehung der Eingeborenen überlassen wurde.
Er vertrat hierbei den Sandpunkt, daß nur auf dem Weg des Christentums die Überleitung des Eingeborenen aus ihren primitiven Auffassungen in den Kreis unserer kulturellen und sittlichen Welt möglich sei.
Deutsche Kolonial-Zeitung Berlin 1938 Nr. 9
Governeur Dr. Seitz zu zu seinem 75. Geburtstag
von Kolonialstaatsseketär a.D. Dr. h.c. von Lindequist
....eine wesentliche Übereinstimmung zeigten beide (Dr. Theodor Leutwein und Dr. Theodor Seitz) Gouverneure, auf einem Hauptgebiet der Kolonialverwaltung, nähmlich auf dem Wege der Segregation, d.h. der selbständigen Entwicklung von Weiss und Schwarz nebeneinander durchführen liesse, also auf dem selben Wege, der jetzt auch in der Südafrikanischen Union angetrebt wird.
Über das heute so brennende Eingeboreneneproblem hat sich Seitz wiederholt geäussert.
"Mögen auch einzelne Eingeborene - die Ausnahme bestätigen die Regel - nicht nur die Äusserlichkeiten der westlichen Zivilisation angenommen, sondern auch einen Hauch europäischere Kultur verspürt haben, die Masse der Eingeborenen befindet, nachdem die wirtschaftlichen, sozialen und ethischen Grundlagen ihres Daseins ins Wanken gekommen sind, in diesem Übergangszustand, ihr ganzes Leben auf neue, aber ihrem innersten entsprechende Grundlagen zu stellen, ist die Aufgabe der europäischen Kulturvölker"....
...."Eines wird in Deutschland nie berücksichtigt: der erzieherische Einfluss, den der Besitz von Kolonialgebieten auf das innenpolitische Leben des Mutterlandes ausübt, einer Erziehung, die von allen grossen Völkern der Neuzeit wir Deutschen am meisten brauchen".
Pressedienst Hansa (Hamburg)
Nachrichtendienst aus Übersee, Europa und den Hafenstädten Nr. 1806 / 9.Sep. 1938)
Theodor Seitz
geb. 13 Sep. 1863 in Seckenheim bei Mannheim als Sohn des Bürgermeisters Seckheim
1892-1894 Polizeiamtmann in Mannheim
Ende 1894 Eintritt in den Reichskolonialdienst im Auswärtigen Amt, Berlin
1907-1910 Gouverneur von Kamarun
1910-1915 letzter Gouvereur von Deutschsüdwestafrika
ab 1915 Aufenthalt in freiem Internierungslager in Grootfonstein
1918 zurück nach Deutschland
1920 -30 Präsident der Deutschen Kolonial Gesellschaft / Berlin
seit 1930 Ehrenpräsident
Dr., wirkl. Geheimrat, Reichsadlerorden IV, Kronen-Orden III
Veröffentlichung von Seitz u.a. Vom Aufstieg und Niederbruch deutscher Kolonialmacht, Erinnerungen.
+ 28.März 1949 Mannheim-Seckenheim
verheiratet seit 1907 mit Hildegard, Tochter des Militärschriftstellers OL Dr. Max Jähn.
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