Autor: Arne
Datum: 14.10.2004 15:07
Ich würde vorschlagen die Sache mal ganz grundsätzlich, losgelöst von diesem einen Beispiel zu betrachten.
Geschichte verändert Politik, Kultur und sogar morale Maßstäbe.
Was gibt es nicht alles für Denkmäler heute, die an Personen und Vorgänge erinnern, mit denen wir heute, mit unseren jetzigen Werten und Normen nichts mehr zu tun haben wollen?
Wie viele Denkmäler von Wilhelm I gibt es? Nicht nur erster deutscher Kaiser des neuen Reiches, sondern davor der berüchtigte, sogenannte "Kartätschenprinz" der auf Demonstranten schiessen ließ? Wie viele Denkmäler für Generäle und Feldherren? Denkmäler für Fürsten, die in ihrem Leben auch mal für eine Kirche oder ein Kloster gespendet haben, nebenbei aber ihr Volk geknechtet haben und so weiter...
Ist es wirklich notwendig Denkmäler, Bestandteile unserer Städte, zu zerstören, wenn sich der Zeitgeist um das Denkmal herum ändert? Ich meine Nein. Aber das scheint wohl der grundsätzlich andere Ansatz zu Schreibern hier zu sein, die die Städte immer "aktuell" haben wollen. Immer nur das sehen, was in die Zeit passt.
Arne
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