Autor: Arne Schöfert
Datum: 26.10.2004 15:00
Abgesehen davon, daß es meines Wissens nicht ein einziges Hitler-Denkmal in Deutschland gab (er wünschte angeblich keine Denkmäler und Ganzkörperplastiken von sich, wohl nur Köpfe für Amtsstuben etc.), ist der Einwand von Herrn Rohrmann berechtigt.
Ich glaube aber auch nicht, daß Herr Pöhlmann solche Denkmäler in seine Argumentation einschließen wollte.
Ich hatte bereits in einem früheren Beitrag meine Meinung geäußert, die sich im wesentlichen mit der von Herrn Pöhlmann deckt. Bis auf extreme Ausnahmen - Denkmäler schützen!
Gut, wenn jetzt die Frage kommt: "Und wo ist da die Grenze? Wie viele Menschen muß ein Mann getötet haben, damit sein Denkmal fällt?"
Tja, da bin ich überfragt. Sicher würde es auch darum gehen, wie sein Handeln historisch zu werten ist.
Ich komme eben aus den USA. Washington ist voll von Soldatendenkmälern. Die haben sicher viele andere Soldaten getötet, aber das war letztendlich - im Sinne der Leute, die die Denkmäler aufgestellt haben.
Wissmann hat auch im Sinne der Menschen gehandelt, die ihm das Denkmal errichtet haben. Ich weiß nicht, ob alle Amerikaner heute noch ehrenwert finden, was alle diese Soldaten getan haben, aber an Denkmalsturz denkt dort glaube ich niemand...
Arne Schöfert
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