Autor: Arne
Datum: 12.10.2004 12:00
Julia schrieb:
> Und Sie möchten ja schließlich, dass das Standbild erhalten
> bleibt, damit wir Wissmann für seine Taten ehren, die gar nicht
> so ehrenvoll wahren.
>
> Man sollte das Denkmal nur als Anstoß zur Diskussion über die
> Kolonialzeit und die Wiederaufarbeitung eines heute fast
> vergessenen Themas ansehen. Und nicht als positives Denkmal für
> den früheren Kolonialoffizier.
Ich persönlich bin eigentlich in fast allen Fällen gegen "Denkmalstürze", weil ich finde, diese Denkmäler gehören zum Stadtbild und unserer Geschichte. So finde ich es zum Beispiel auch richtig, daß in Chemnitz der Karl-Marx-Kopf stehen geblieben ist. Denkmäler von Diktatoren (Stalin, Hitler, Saddam etc.) gehören natürlich verbannt. Aber in diese Schublade wollen Sie Hermann von Wissmann doch wohl auch nicht stecken?
An "problematischen" Denkmälern sollte eine zusätzliche Erklärung angebracht werden, die heutigen, unbedarften Passanten Informationen gibt. Das ist zum Beispiel am Carl-Peters-Denkmal in Hannover so oder am Kolonial-Elefanten in Bremen. Warum geht das nicht auch in Hamburg?
Ich begrüße auf jeden Fall jede Art der Aufstellung, die öffentlich zugänglich ist. Wer Denkmäler in Kellern aufzuschichtet, macht es sich zu leicht und geht Diskussionen aus dem Weg.
Arne
|
|