Autor: Gmac
Datum: 06.02.2005 16:06
Hallo Arne,
Die Welt und der Mensch entwickeln sich seit Jahrtausenden. Wenn man irgendwann aussteigen will, kann man das tun, aber man läuft dann eben Gefahr, nicht mehr kompatibel zu sein.
Die Selektion der Natur sorgt gnadenlos dafür, dass aussortiert wird, was nicht mehr entwicklungsfähig ist.
Natürlich brauchten die Afrikaner damals die europäische Technik nicht. Wenn es nach ihnen ginge, würden sie vielleicht heute noch reinste Stammesgesellschaften sein.
Die Kolonisatoren und damit auch wir Deutsche brauchten deren Rohstoffe, sowie neue Absatzmärkte und Siedlungsraum.
Klar, hätten die gut auf uns verzichten können!! Aber darauf kann eine Großmacht, die Wert darauf legt die Welt entscheidend mitzugestalten keine Rücksicht nehmen!!
Übrigens: das Wort Wissenskultur würde ich an Deiner Stelle nochmal überdenken... Wir werden zwar überschwemmt und erstickt mit sogen. Informationen, aber der westliche Mensch hat heute weniger Wissen über Kultur, Geschichte, Kunst, Sprachgewandtheit, Erdkunde etc. denn je.
Ich selbst habe erst vor ein paar Tagen unsere Bundesländer mit Hauptstädten auswendig gelernt... Peinlich, sich selbst auf die Schliche zu kommen, wie wenig man über sein eigenes Land weiß, vom Rest der Welt ganz zu schweigen.
Und dass heute 40% aller Abiturienten kaum lesen, rechnen und richtig schreiben können spricht auch nicht gerade für eine Wissensgesellschaft....
Mit freundlichen Grüßen,
Gmac
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