Autor: Uwe Niederdraeing
Datum: 09.12.2004 11:52
Dem stimme ich sogar z.T. zu.
Allerdings ist es wohl sehr fragwuerdig, die Gesamtverantwortung fuer etwa den Ruana-Konflikt vollkommen von den Akteuren abzuwaelzen und ihn komplett den Kolonialherren in die Schuhe zu schieben.
Dann muesste ja heutzutage neimand mer fuer irgend etwas verantwortlich sein, bei den zahllosen Weichenstellungen, die die vergangenheit bereits gelegt hat. Wer wuerde etwa hergehen, und Frankreich und die USA fuer den Buergerkrieg in osnien verantwortlich machen, obwohl es ja die Politik dieser beidenStaaten war, einen Kunststaat Jugoslawien zu schaffen. In aehnlicher Weise kann man einfach nicht sagen: Die Tatsache, dass die Grenzen des heutigen Ruanda zwei evrfeindete Voelkerschaften willkuerlich zusammenpferchen ist schon allein verantwortlich dafuer, dass nun die eine Vopelkerschaft die andere ausrottet.
Natuerlich gibt es das schwere Erbe der Kolonialzeit, da haben sie voellig recht. Aber: Was ich eigentlich sagen wollte ist, dass Wissmann als Akteur und seine Kriege bei den "groesten Morden" in Afrika einzuordnen ind. das ist eben och eine Uebertreibung, die angesichts der ungeheueren Dimensionen, in welhe einige der afrikanischen Kriege ausarten, nicht zutreffend ist.
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