Autor: Gmac
Datum: 02.02.2005 17:32
Hallo Stadtforscher!
Hallo Arne!
Welche Kreise erinnern sich bis zum heutigen Tag mit Respekt und Ehrfurcht an die deutsche Kolonisation?
Das sind diejenigen Afrikaner (egal ob weiß oder schwarz), die wissen, dass die heutige Verkehrsinfrastruktur, sowohl in Südwest, als auch in Ostafrika und Togo, sowie die ersten wirtschaftlichen organisierten Plantagen und Bergbau ihre Anfänge mit der deutschen Kolonisation genommen haben.
Die afrikanischen Kolonien sind im Laufe des 1. Weltkrieges den Deutschen entrissen worden. Die dortigen Völker haben sich zum Teil vehement einer Übernahme durch die Mandatsmächte gesträubt und Widerstand geleistet. Die Eingeborenen waren nämlich durch eine kluge deutsche Politik inzwischen auf der Seite der Deutschen. (Die Schutztruppe in Deutsch-Ostafrika unter General Lettow-Vorbeck konnte sich sogar bis Kriegsende behaupten!)
Die Deutschen hatten aus dem Aufstand der Herero (1904) gelernt, und kapiert, dass man Kolonien erst entwickeln muss, bevor man ernten kann.
Natürlich sind koloniale Besetzungen agressiv.
Die Dakota-Indianer in Nordamerika, die Guaraní und Quetchua in Südamerika, die Maori in Neuseeland, die Maya in Mexiko, um nur einige zu nennen, wurden Opfer von Kolonisation.
Das ist das Leben, so ist die Natur. Der Stärkere frisst den Schwächeren.
Außerdem finde ich, dass man daran erinnern sollte, dass alle großen hochindustrialisierten Staaten Europas Kolonien hatten, da Raum und Rohstoffe eine Lebensnotwendigkeit waren und immer sein werden.
Gespannt auf Ihre Antworten.
Gmac
|
|